Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Krankenhaus
Romberg: Mit Familienfreundlichkeit gegen Ärztemangel und Pflegemangel

Die FDP-Initiative für familienfreundliche Krankenhäuser in NRW ist heute Thema eines Expertengesprächs im Gesundheitsausschuss. „Die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein wirksamer Beitrag, damit der Arbeitsplatz Krankenhaus attraktiver wird“, erklärt Stefan Romberg, gesundheitspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion. Deshalb fordert Romberg die Landesregierung auf, gemeinsam mit der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen, den Krankenkassen und Vertretern der Gesundheitsberufe ein Konzept zur Stärkung familienfreundlicher Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern zu entwickeln.

Schon jetzt könnten in NRW 1000 Arztstellen in Kliniken nicht besetzt werden. „Im Pflegebereich haben rund 37 Prozent der Kliniken Probleme bei der Stellenbesetzung. Gleichzeitig wächst die Zahl der Behandlungsfälle“, erklärt Romberg. Rund 72 Prozent der Fachkräfte im Gesundheitswesen sind Frauen. Auch in der Ärzteschaft sei die Tendenz steigend. „Viele von ihnen stehen bislang vor der schwierigen Aufgabe, lange Arbeitszeiten mit Schicht- und Wochenenddiensten sowie unflexible Dienstpläne mit dem Familienleben in Einklang zu bringen. Die regulären Öffnungszeiten der Kitas sind unflexibel und nicht ausreichend“, sagt Romberg. In den kommenden Jahren wird aufgrund der demografischen Entwicklung zudem die Versorgung pflegebedürftiger Angehöriger eine wachsende Rolle spielen. „Benötigt wird auch hier eine bedarfsgerechte Unterstützung.“